Herbstintensivworkshop

zum Theater der Unterdrückten


Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß

16.-20. November 2022

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß - so oder so ähnlich lautet die Divise für viele. Erstmal nicht darüber nachdenken - zumindest solange, bis ein Thema mich nicht selbst betrifft. In den letzten Jahren tauchen jedoch mehr und mehr Situationen auf, die das Wegschauen unmöglich machen; wir werden mit existenziellen Themen und Situationen konfrontiert, die wir in dieser Form auf den letzten Jahrzehnten nicht kannten. Die Berichterstattungen extremer Naturphänomene nehmen zu - gleichzeitig werden bestimmte Wetterextreme auch hier immer spürbarer. Auch Themen wie Pandemien und Energiekrisen, die mit menschlichen Einflüssen in direktem Zusammenhang stehen, stellen unsere Gesellschaft vor existenzielle Ängste und Herausforderungen. Zwischen persönlichen Ängsten und Betroffenheiten, wirtschaftlichen Einflüssen und Abwägungen, politischen Machtspielen und Lobbyinteressieren sowie dem Einfluss "alternativer Fakten" landen wir in einem gesellschaftlichen Stillstand bzw. einer gesellschaftlichen Extremisierung. Trotz dieser Polaritäten zwingt uns die aktuelle Situation dazu, uns zu den Herausforderungen unserer Zeit zu verhalten:

 

Wie also ist unser eigener Umgang mit den sich wandelnden Notwendigkeiten im Kontext von Klima- und Energiekrise? Wie lässt sich ein gesellschaftlicher Diskurs dazu ermöglichen - wie kommen wir weg von Extremstandpunkten, hin zu differenzierten Sichtweisen, die den Stillstand überwinden und ein gemeinsames Handeln ermöglichen?

 

...mittels der Methoden des Theaters der Unterdrückten und systemischer Ansätze sollen in diesem Intensivworkshop Möglichkeiten ergründet werden, gesellschaftlichen Dialog herzustellen. Vom Mikrokosmos zum Makrokosmos - von der eigenen Biographie zum kollektiven Verständnis: in diesem Workshop ergründen wir Spiele und Übungen zur thematischen Reflexion, teilen Grundlagen zum Aufbau eines Forumtheaterstückes (es besteht die Möglichkeit, dass wir uns im Laufe des Prozesses für ein anderes Aufführungsformat entscheiden), Erproben den Mechanismus interaktiver Aufführungen und setzen selbst mind. 1 Aufführung um (bei Interesse der Teilnehmenden können die entstandenen Szenen auch nach dem Intensivworkshop noch einmal aufgeführt werden).

 

Daten: 16.-20. November 2022

Ungefährer Ablaufplan:

16.11. 11-17 Uhr in der Klinge 22

Kennenlernen, Ergründen persönlicher Zusammenhänge im thematischen Kontext

17.11. 11-17 Uhr in der Klinge 22

Szenenentwicklung, Ergründen kollektiver Zusammenhänge im thematischen Kontext

18.11. 10-18 Uhr in der Klinge 22

Stück- und Charakterentwicklung

19.11. 14-22 Uhr im Grünen Quartier

Forumtheaterproben und abendliche Aufführung

20.11. 12-16 Uhr in der Klinge 22

Nachbesprechnung und Auswertung

Bei Interesse ist es möglich, die Aufführung erneut am 25.11. zu präsentieren (solltet ihr Ideen für Aufführungsorte haben, schreibt mir gern).

 

Teilnahme:

Die Teilnahme richtet sich an alle Interessierten, nicht nur Aktivist*innen oder Theatermachende. Vorerfahrungen sind nicht notwendig. Gewünscht sind Offenheit und die Bereitschaft, Themen neu zu entdecken und Kontroversen zuzulassen.

 

Kursbeitrag:

30€ für diejenigen, die bereits im 1. Halbjahr bei einem Kurs dabei waren

45€ Normalpreis

60€ Unterstützer*innenpreis (alles, was wir nicht als Co-Finanzierung brauchen, geht an das Forumtheater Leipzig)

 

Anmeldung:

theaterroteruebe@gmail.com